FLiB-Pressemeldung 05/2013

Tipps für den Dichtheitstest großer Gebäude

Vorbereitung ist (fast) alles

no-img Wer für ein großes Gebäude einen Luftdichtheitstest plant, sollte besonderen Wert auf gründliche Vorbereitung legen. Denn je größer das Prüfobjekt ausfällt, desto leichter werden aus zunächst kleinen Unachtsamkeiten echte Hindernisse. Daher ist es für Messteams und ihre Auftraggeber ratsam, ein bis zwei Wochen vor dem eigentlichen Messtermin eine gemeinsame Gebäudebegehung einzuplanen. Das empfiehlt der in Berlin ansässige Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e. V.). Ein solcher Rundgang helfe beispielsweise, Mehrkosten für zusätzliche Gebäudepräparationen oder geplatzte Messtermine zu vermeiden.

Beim gemeinschaftlichen Vor-Ort-Termin kann sich der Messingenieur ein Bild vom Baufortschritt machen und den Bauleiter auf noch vorhandene Undichtigkeiten hinweisen. Ziel ist, eine Checkliste der Dinge zu erarbeiten, die bis zum eigentlichen Prüftermin fertiggestellt oder zumindest vorläufig abgedichtet sein müssen. Sind etwa alle Fenster und Außentüren eingebaut und können sie auch verschlossen werden? Gibt es andere erkennbare Leckagen in der Gebäudehülle? Sind Installationsschächte luftdicht verschlossen? Haben Waschbecken, Duschen und Co bereits Siphons und sind diese auch mit Wasser gefüllt? Eine Frage, die vor allem bei Hotels, Seniorenheimen und ähnlichen Gebäuden von großer Bedeutung ist. Fällt erst am Tag der Messung auf, dass man hunderte sanitäre Einrichtungsgegenstände kurzfristig abdichten muss, sind erhebliche Zeitverluste, Materialengpässe und Mehrkosten vorprogrammiert. Deshalb sollten solche Arbeiten tunlichst vorab von Baustellenseite erledigt werden.

Insgesamt eignet sich der Gebäuderundgang, um die Zuständigkeiten von Auftraggeber und Messdienstleister sowie sonstige organisatorische Details abzustimmen. Wer zum Beispiel kennt sich mit der Lüftungsanlage aus und kümmert sich um deren Abdichtung? Wer sorgt dafür, dass der eigentliche Messvorgang nicht durch andere anwesende Personen gestört wird, weil diese mittendrin Fenster oder Türen öffnen? Verständigt man sich vielleicht besser gleich auf einen Wochenend- oder Nachttermin?

Auch die Suche möglicher Einbauorte für die Gebläse steht auf dem Programm: Weil man in großen Gebäuden meist mit mehreren Messsystemen arbeiten muss, sind manchmal nicht genügend passende Tür- und Fensteröffnungen für die Montage der Geräte vorhanden. In der Regel empfiehlt es sich dann, dass der Bauleiter in Abstimmung mit dem Messingenieur die zusätzlich benötigten, provisorischen Einbauöffnungen herstellen lässt. Diese und alle weiteren Absprachen sollte man ebenfalls in der Checkliste festschreiben. „Je mehr potentiell kritische Punkte man schon im Vorfeld klärt, desto effizienter läuft der eigentliche Messtermin ab“, zeigt sich FLiB-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Oliver Solcher überzeugt. Und das sei für alle Beteiligten nur von Vorteil.

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Was vorab geklärt wird, kann später nicht zu Störungen führen. Das gilt beispielsweise für die Frage, wer sich mit der Lüftungsanlage auskennt und diese für den Luftdicht­heits­test abdichten kann. Oder auch, ob ausreichend Einbau­öffnungen für die Messgeräte vorhanden sind.

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Allgemeine Hinweise:
Für weitere Presseauskünfte und Rückfragen:
Dipl.-Ing. Oliver Solcher
Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. (FLiB e. V.)
Storkower Straße 158, 10407 Berlin
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