FLiB-Pressemeldung 08/2007

Energieverschwendung stoppen

Auch im Altbau lohnt sich die Kontrolle der Luftdurchlässigkeit

Über die Dichtheit ihres Hauses nachzudenken macht sich auch für Besitzer älterer Immobilien bezahlt. Eine gezielte Leckagesuche zeigt auf, durch welche Schwachstellen in der Gebäudehülle der kalte Wind pfeift und warme Heizungsluft unbemerkt nach draußen strömt. Wer außerdem die so genannte Luftwechselrate fachmännisch ermitteln lässt, erhält wichtige Hinweise auf den allgemeinen energetischen Zustand des Gebäudes. Darauf weist der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. hin.

Mit Hilfe von Strömungsmessgeräten und Rauchpatronen machen sich die Experten auf die Suche nach verdeckten Luftlecks. Besonders häufig werden sie bei undicht eingebauten Tür- und Fensterrahmen fündig. Auch im Dachbereich lässt die Dichtheit von Altbauten nicht selten zu wünschen übrig. Sobald man die Fehlstellen kennt, kann man entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Zwar lässt sich nachträglich kaum noch die Dichtheit eines Neubaus erreichen, doch gelingt es fast immer, zumindest der schlimmsten Energieverschwendung einen Riegel vorzuschieben. Weil durch das „Stopfen“ der Ritzen auch Zugluft ausgeschaltet wird, verbessert sich zusätzlich die Wohnqualität .

Vor allem im Vorfeld einer geplanten Sanierung rät der Fachverband dazu, zunächst die Luftwechselrate des Gebäudes bestimmen zu lassen. Am besten über eine normgemäße Blower-Door-Messung, mindestens aber durch eine qualifizierte Schätzung. Dabei ermittelt man die Luftmenge, von der die Undichtigkeiten der Gebäudehülle unter Messbedingungen innerhalb von einer Stunde durchströmt werden. Der gewonnene „n50-Wert“ zeigt an, wo eine Immobilie verglichen mit Neubauten oder Häusern gleichen Alters anzusiedeln ist. Je größer die Differenz zum aktuellen Standard der Energieeinsparverordnung (EnEV), desto umfangreicher dürften die Sanierungsmaßnahmen ausfallen. Die nachstehende Tabelle gibt einen ersten Überblick:

Baujahr ca.           

zu erwartende Luftwechselrate
(n50-Wert) für Einfamilienhäuser
ab 2001 (EnEV-Standard)   max. 3 (ohne Lüftungsanlage)
1989 - 2000 1 bis 6
1976 – 1988 2 bis 10
1961 – 1975 5 bis 15
1941 – 1960 6 bis 20
bis 1940 10 bis 20
  Werte nach EN 13465:2004 (D) und EnEV
  Tabelle: FLiB e. V.


Adressen von Fachleuten für die Gebäudedichtheit sowie weitere Informationen zum Thema finden Hausbesitzer unter www.flib.de.

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Allgemeine Hinweise:
Für weitere Presseauskünfte und Rückfragen:
Dipl.-Ing. Oliver Solcher
Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. (FLiB e. V.)
Storkower Straße 158, 10407 Berlin
Telefon: +49 30 2903 5634, Telefax: +49 30 2903 5772
E-Mail: info@flib.de
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(wenn nicht anders angegeben):
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Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei,
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