FLiB-Pressemeldung 09/2004

EnEV kurbelt Messungen der Gebäudedichtheit an

Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen verzeichnet deutlichen Anstieg

Kassel. Seit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Februar 2002 ist die Anzahl normgemäßer Über­prüfungen der Luftwechselrate von Gebäuden um rund ein Drittel gestiegen. So lautet die zentrale Aussage einer Mitgliederbefragung, die der in Kassel ansässige Fachver­band Luftdichtheit im Bauwesen e.V. (kurz: FLiB) im März dieses Jahres durchgeführt hat. Damit bestätigt sich die Erwartung des Verbandes, dass sich die so genannte Luftdichtheitsmessung allmählich zu einem Standard­instrument der Qualitätskontrolle am Bau entwickeln werde.

Die EnEV schreibt Luftdichtheitsmessungen für Gebäude mit lüftungstechnischen Anlagen verbindlich vor und belohnt ihre Durchführung bei anderen Bauten mit einem Bonus beim Berechnen der Lüftungswärmeverluste. Rechnet man die vom FLiB erhobenen Daten auf die geschätzte Gesamt­zahl von bundesweit 1.500 einschlägigen Dienstleistern hoch, wurden 2003 rund 53.000 EnEV-konforme Messungen vor­genommen. Das entspricht nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes beinahe jeder fünften geneh­migungspflichtigen Hochbaumaßnahme. 2002 war es noch jede siebte Baumaßnahme, bei der die korrekte Ausführung der Luftdichtheitsebene überprüft wurde. Hinzu kommen für 2003 noch etwa 17.000 Messungen, die beispielsweise dem Aufspüren bereits bekannter Mängel dienten.

„Der Markt für Luftdichtheitsmessungen wird weiter wach­sen“, ist Verbandsgeschäftsführer Torsten Bolender überzeugt. Damit Bauherren sicher sein können, dass die angebotene Dienstleistung auch den notwendigen Stan­dards entspricht, werde der Verband seine Aktivitäten zur Quali­tätskontrolle der Qualitätskontrolleure weiter voran­treiben. Wichtiger Baustein dabei ist die FLiB-Qualifizierung zum „zertifizierten Prüfer der Gebäudedichtheit“. „Der Preis“, so Bolender, „kann nur indirekte Hinweise auf die Güte der Leistung geben.“ So hat die Verbandsumfrage für die Messung eines 150 Quadratmeter großen Beispielhauses einen Nettopreis von durchschnittlichen 310 Euro ermittelt, regional sind aber starke Abweichungen möglich.

Insgesamt wurde im Vorjahr mit Messungen im Rahmen der EnEV ein Gesamtumsatz von mehr als 16 Millionen Euro erwirtschaftet.

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