FLiB-Pressemeldung 02/2004

Mehr als 80 Prüfer und Prüferinnen der Gebäudedichtheit zertifiziert

Fachverband setzt Qualitätsstandards

Gut zwei Jahre nach Einführung der Qualifikation hat die Zahl der „zertifizierten Prüfer der Gebäude-Luftdichtheit im Sinne der Energieeinsparverordnung“ die 80er-Marke über­schritten. Bis Ende 2005 sollen rund 150 Personen die zwei­teilige Prüfung erfolgreich absolviert haben. Damit rechnet der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. (FLiB), Kassel, der die Zertifizierung anbietet. Anmelden können sich Ingenieure, Techniker, Handwerksmeister und ver­gleichbar Ausgebildete, sofern sie praktische Erfahrung mit Luftdicht­heitsmessungen besitzen.

„Wenn wir das Bewusstsein dafür schärfen wollen, dass eine dichte Gebäudehülle ein wichtiges Kriterium für die einwand­freie Bauausführung ist, müssen wir auch für verbindliche Standards bei der Qualitätskontrolle sorgen“, betont Ver­bandsgeschäftsführer Torsten Bolender. Zwar regelt die DIN EN 13829 seit Februar 2001 im Detail, wie die Luftdurchläs­sigkeit von Gebäuden zu ermitteln ist. Doch selbst für ausge­wiesene Praktiker verbirgt sich darin noch mancher Fall­strick. Hilfe bietet ein vom FLiB herausgegebenes Beiblatt, das die Norm erläutert und zusätzlich konkretisiert. Bolender: „Beiblatt und Zertifizierung sind wichtige Maßnahmen, um fehlerhafte oder falsch interpretierte Messungen zu vermei­den.“ Erst dadurch lassen sich die Ergebnisse von Luftdicht­heitsmessungen vergleichen.

Bis zu 20 undichte Stellen in der Gebäudehülle deckt eine Messung in einem Einfamilienhaus durchschnittlich auf. Be­sonderes Augenmerk richten die Expertinnen und Experten dabei auf die Anschlüsse zwischen Bauteilen sowie Durch­dringungen für Installationen. Im Rahmen der FLiB-Zertifi­zierung müssen die Kandidaten nicht nur ihre praktischen Fertigkeiten beim Durchführen einer DIN-konformen Mes­sung und beim Aufspüren von Leckagen nachweisen. Auch die theoretische Kenntnis der Norm und ihrer Grundlagen stehen auf dem Prüfstand.

„Mittelfristig er­werben unsere Absolventen einen Wettbe­werbsvorteil ge­genüber nicht-zertifizierten Anbietern“, ist Torsten Bolender überzeugt.

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Storkower Straße 158, 10407 Berlin
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