FLiB-Pressemeldung 02/2002

Pilotprüfung zur EnEV

Zertifizierte Luftdichtheitsprüfer kontrollieren Bauausführung

Kurz vor Inkrafttreten der neuen Energie-Einsparverordnung (EnEV) hat der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen, Kassel, (FLiB) die erste deutsche Prüfung „Zertifizierter Prüfer der Gebäudedichtheit“ durchgeführt. Kandidaten waren die ersten sechs Prüfungsbeauftragten des Verbandes, die in einer Pilotprüfung am 22. Januar die theoretischen und praktischen Prüfungsanforderungen auf ihre Praktikabilität hin testeten. Der Vorsitzende Achim Geißler und Professor Frank-Dietrich Heidt, Bauphysiker an der Universität Siegen, übergaben den neuen Prüfungsbeauftragten in einer Feierstunde ihre Ernennungsurkunden. Die erste öffentliche Prüfung findet im März 2002 statt.

Luftdichtheitsmessungen sind eine Dienstleistung, die nach Ansicht von Professor Gerd Hauser, Leiter des Fachgebiets Bauphysik an der Universität Kassel, mit der EnEV weiter an Bedeutung gewinnt. Die Luftdichtheit eines Gebäudes zu überprüfen sei wichtig, um die errechneten Energieeinsparungen von Dämmmaßnahmen tatsächlich zu erzielen. So verringert eine einen Millimeter breite Fuge von einem Meter Länge den Dämmwert eines gut gedämmten Quadratmeters Dachfläche bei stärkerem Wind bis zu 65 Prozent. Auch Zugluft und Bauschäden können bei undichten Gebäuden auftreten, wenn zum Beispiel feuchte Luft durch undichte Stellen in die Dämmung gelangt.

Am häufigsten kommen Undichtheiten bei Fenster-, Dach- oder Deckenanschlüssen sowie Wand- und Dachdurchdringungen von Rohren, Kabeln oder Kaminen vor. Ist der Einbau einer technischen Wohnungslüftungsanlage vorgesehen, ist ab dem 1. Februar 2002 eine Luftdichtheitsmessung Vorschrift. Doch auch bei Häusern ohne technische Lüftungsanlage empfiehlt der FLiB die Prüfung als Qualitätskontrolle.

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