FLiB-Pressemeldung 01/2001

Löcher stopfen

Mehr Luftdichtheitsmessungen bei Wohngebäuden

Immer mehr Bauherren lassen beim Neubau eine Luftdichtheitsmessung durchführen. Dies ergab eine interne Umfrage des Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB) e.V., Kassel, bei seinen Mitgliedsunternehmen. Rund 18.000 so genannte Blower Door Tests wurden im Jahr 2001 durchgeführt, errechnet der Verband auf der Grundlage der Umfrage. Das wären fast neun Prozent der Neubauten. Auf dem in Deutschland noch jungen Markt tummeln sich 700 bis 750 Anbieter. Für dieses Jahr erwartet FLiB kräftigen Rückenwind durch die Verabschiedung der Energie-Einsparverordnung (EnEV). Der Verband rechnet damit, dass 2002 insgesamt 15 Prozent der Neubauten auf Luftdichtheit überprüft werden. Bei den Zuwächsen der Mitgliedsbetriebe zeichnet sich allerdings ein uneinheitliches Bild ab. 19 Prozent Prozent der Anbieter berichten von deutlichen Steigerungen seit Inkrafttreten der EnEV. Sie verzeichnen im Schnitt 36 Prozent mehr Aufträge. 54 Prozent sehen in der ersten Jahreshälfte keine Veränderung und 11 Prozent hatten sogar einen Auftragsrückgang zu verzeichnen. Die restlichen Betriebe machten keine Angaben zur Entwicklung der Auftragslage. Verbandsgeschäftsführer Torsten Bolender hierzu: „Die Umfrage zeigt, dass die Luftdichtheitsmessungen bei der Gebäudeerstellung immer wichtiger werden, aber bei Bauträgern und Bauherren noch viel Informationsbedarf herrscht. Wir befinden uns erst am Anfang einer dynamischen Entwicklung.“ Dies zeige auch die Mitgliederentwicklung des Verbandes. Seit Gründung des Verbandes im Jahr 2000 hat sich die Mitgliederzahl in nur anderthalb Jahren von 100 auf 250 erhöht.

Luftdichtheitsmessungen dienen dazu, Leckagen in der Gebäudehülle zum Beispiel an Fenster- und Türdurchbrüchen aufzuspüren, um späteren Energieverlusten und Gebäudeschäden vorzubeugen. Sie sind ein Instrument der Qualitätssicherung und werden von der EnEV bei der Berechnung des Energiebedarfsausweises mit einem Bonus im Berechnungssatz berücksichtigt. So ergibt ein sich für ein typisches Einfamilienhaus eine Reduzierung des Jahres-Primärenergiebedarfs von rund sechs Prozent, wenn die Dichtheit der Gebäudehülle nach den gültigen DIN-Normen nachgewiesen wird.

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